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Tipps für Gründer von den Ghostbusters

Von Carsten Lexa
Lesedauer 5 Minuten

Bild von Martin Widenka on Unsplash

Vor ein paar Monaten sprach ich mit der Initiatorin der Würzburg Web Week, Ute Mündlein, über Filme, die für Start-ups interessant sind. Sie empfahl mir unter anderem den Film „Der Pate“. Im Nachgang sind mir einige weitere Filme eingefallen, aus denen Gründer:innen wertvolle Tipps mitnehmen können. Einer der besten ist sicherlich der erste Ghostbusters-Film.

Der Plot von Ghostbusters ist schnell erzählt: drei Dozenten gründen eine Firma, um der steigenden Belästigung durch Geister in New York Herr zu werden. Sie bauen sich ihre eigene Fang-Technik, müssen mit steigender Arbeitsbelastung umgehen und retten am Ende die Stadt vor der Bedrohung durch den ultimativen Endgegner (den ich an dieser Stelle nicht verraten möchte – schaut euch den Film an, wenn ihr ihn noch nicht kennt).

Was aber können nun Gründer von diesem Film lernen?

1. Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mache Limo daraus

Vankman, Stantz und Spengler sind Professoren an der Columbia-Universität in New York. Nach einem Vorfall in der Universitätsbibliothek mit einem Geist verlieren die drei ihre Jobs und müssen sich irgendwie über Wasser halten. Sie gründen deshalb ein Unternehmen zur Untersuchung und Beseitigung paranormaler Ereignisse. Hier lernt man eine wichtige Lektion: manchmal läuft es im Leben nicht rund. Davon darf man sich aber nicht runterziehen lassen. Manchmal ergeben sich aus ungünstigen Entwicklungen richtig gute neue Chancen – man muss sie nur erkennen.

2. Setze auf ein gemischtes Team

Die drei Hauptdarsteller haben alle unterschiedliche Charaktere, Fähigkeiten und Hintergründe: Venkman (gespielt von Bill Murray) ist der „Mund“ der Geisterjäger, also der extrovertierte Kommunikator. Stantz das „Herz“ und bringt die empathische Seite für die Kunden und die Menschen mit, mit denen die Gründer umgehen müssen. Und Spengler ist das „Gehirn“, der die Technik entwickelt. Diese Mischung sorgt dafür, dass die drei gut mit unterschiedlichen Situationen umgehen können. Werden dann noch weitere Fähigkeiten gebraucht, sei es im Hinblick auf die Organisation des Unternehmens oder der Umgang mit Buchhaltung und Steuern, dann können diese eingekauft werden.

3. Finde ein wachsendes Problem mit wenig oder keinen Lösungen

Durch das Erlebnis in der Uni-Bibliothek entdecken Vankman, Stantz und Spengler ein Problem, welches sich nach und nach als ein immer größer werdendes herausstellt: nicht nur gibt es Geister, es gibt auch immer mehr. Und keiner kann mit ihnen richtig umgehen. Sie haben also ein Problem durch eigene Erfahrungen identifiziert, welches sie im Nachgang durch Untersuchungen im Markt verifiziert haben. Allerdings reicht es nicht, das Problem zu kennen. Optimal ist es nun, wenn es noch keine Lösung zu dem Problem gibt, aber viele die Lösung benötigen würden. Dann sollte man „all in“ gehen. Und genau das tun die Ghostbusters.

4. Achte auf dein Geld

Viele Gründer:innen haben das Problem, dass am Anfang das Geld knapp ist. Deshalb ist es wichtig, einerseits über ein gewisses Kapital zu verfügen, andererseits dieses sinnvoll und sparsam zu nutzen. Stantz hat ein Haus geerbt, welches er mit einer Hypothek belastet und das Geld aus der Hypothek dem jungen Unternehmen zu Verfügung stellt. Die erste Kapitalausstattung ist damit gesichert. Weil jedoch die Zinsen für die Hypothek hoch sind, müssen die drei Ghostbusters aber mit ihrem Geld sparsam umgehen. Es gibt kein glänzendes Büro oder ein neues Fahrzeug, sondern es muss eine alte Feuerwache als Hauptquartier herhalten, und die Sicherheitstests für ihre Geräte und Maschinen werden auf später verschoben (was, wie man im Verlauf des Films sieht, nicht unbedingt clever ist).

Business Filme und Motivationsfilme über Menschen, die mit guten Geschäftssinn, Glück oder der richtigen Idee zum richtigen Zeitpunkt viel Geld verdient haben, hinterlassen sehr oft einen starken Eindruck bei uns. 

Wir stellen dir hier die tolle Filme vor, die einen pushen oder inspirieren, seinen Weg im Business zu gehen. Es geht nicht nur um das Thema Geld verdienen, sondern viel mehr um die Lektionen, die einen weiterbringen. Sei es, wenn du schon erfolgreich bist oder eine schwierige Phase durchmachst. Hier ist der Link zur Liste.

Und ein Rat vom be content-Team: Lass dir von niemanden je einreden, dass du was nicht kannst. Wenn du einen Traum hast, musst du ihn beschützen und wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden, dass du es auch nicht kannst. Und wenn du Hilfe brauchst, um dein Business voranzubringen, stehen wir dir gerne zur Seite. 

PS: Der Satz stammt aus dem Film „Das Streben nach Glück“.

„Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.“

Benjamin Franklin

Gründervater der USA, Quellen: zitate.de und National Portrait Gallery

5. Erweitere das Team mit Bedacht

Nach der Gründung ihres Unternehmens hätten die Ghostbusters sich schnell mit Angestellten umgehen können. Denn solche haben andere Unternehmen ja auch. Allerdings kosten Angestellte Geld und dieses Geld muss erst einmal verdient werden. Als am Anfang das Geschäft noch nicht so läuft, verzichten die Gründer auf diese Ausgaben, die Mitarbeiter mit sich bringen. Neue Mitarbeiter in dem Film werden erst dann eingestellt, wenn sie wirklich gebraucht werden: zuerst eine Sekretärin (auch wenn diese am Anfang noch nicht so viel zu tun hat), dann ein weiterer Mitarbeiter außerhalb des Sekretariats.

6. Dranbleiben bis zum ersten Kunden

Den ersten Kunden zu bekommen kann hart sein. Manchmal sieht man als Gründer einen Bedarf und kann eine Lösung bieten, aber niemand erkennt den Bedarf und braucht deshalb nicht die Produkte oder die Dienste des Start-ups. Jetzt kommt es darauf an, nicht aufzugeben. Denn es kann eine Zeit dauern, bis die potentiellen Kunden verstehen, welchen Mehrwert das Start-up bietet.

7. Nutze den Erfolg für weitere Aufträge

Ist dann aber der erste Kunde da und konnte dessen Problem gelöst werden, dann ist die Zeit gekommen, diesen Erfolg zu feiern. Als die drei Gründer zum Sedgewick Hotel gerufen werden, in dem unerklärliche Dinge vor sich gehen, müssen sie sich ihrem ersten Fall stellen. Nicht alles läuft genau nach Plan, aber letztendlich schaffen sie es, den ersten Geist einzufangen. Nun hätten sie das Hotel durch den Hinterausgang verlassen können, still und heimlich, damit niemand die „dreckigen Aspekte“ ihres Unternehmens sieht. Das haben sie aber nicht getan. Vielmehr habe sie die rauchende Geisterfalle und ihre eigenen verdreckten Klamotten in einer Art Triumphzug mitten durch die Gäste geführt hinaus zu ihrem Auto. Jeder konnte so sehen, was sie geleistet haben – insbesondere weil sie dies auf dem Weg auch noch lautstark erläutert haben. Dies ist Werbung par excellence und führte in der Folge zu einer Welle an neuen Aufträgen.

Fazit

Der Film Ghostbusters hält für Gründer:innen ein paar spannende Lektionen bereit. Von der Wichtigkeit eines Teams über den Umgang mit Geld bis hin zum Effekt von gekonnter Werbung werden einige der wichtigsten Themen angesprochen, die für jedes junge Unternehmen eine Rolle spielen. Von diesem Film können Gründer:innen einiges lernen. Wer Gründer:in ist und ihn nicht kennt, sollte ihn sich so schnell wie möglich anschauen!

Carsten Lexa
Rechtsanwaltskanzlei Lexa
kontakt@kanzlei-lexa.de

 

Der Autor Carsten Lexa ist Inhaber der Rechtsanwaltskanzlei Lexa mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht. Er berät Unternehmen in allen Angelegenheiten wirtschafts- und unternehmensrechtlicher Art. Er veröffentlicht in regelmäßigen Abständen praxisbezogene Artikel zu aktuellen gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen und ist Seminarleiter für wirtschaftsrechtliche Themen bei verschiedenen regionalen und überregionalen Organisationen und Institutionen.

Er hat auch noch weitere interessante Blogbeiträge veröffentlicht. Diese könnt ihr nachlesen unter „So pushst du deine Kooperationen„, „Wie man Streit vermeidet„, „Fehler vermeiden beim Agenturvertrag„, „10 wichtige Verträge, die Gründerinnen und Gründer brauchen“ und „13 wichtige Regelungen in Verträgen

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